{"id":100,"date":"2017-06-23T14:30:38","date_gmt":"2017-06-23T12:30:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schattenberg.at\/cms\/?page_id=100"},"modified":"2017-06-29T15:09:09","modified_gmt":"2017-06-29T13:09:09","slug":"moeglichkeiten-und-grenzen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.schattenberg.at\/cms\/moeglichkeiten-und-grenzen\/","title":{"rendered":"M\u00f6glichkeiten und Grenzen der Hom\u00f6opathie"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"nomaltext\">Die gro\u00dfe Dom\u00e4ne der klassischen Hom\u00f6opathie sind die chronischen Krankheiten. Hat ein Patient einmal eine solche Erkrankung, so ist er im allgemeinen dazu verurteilt, regelm\u00e4\u00dfig Medikamente dagegen einzunehmen bzw. Salben anzuwenden. Dies f\u00fchrt zwar meist zu einer vor\u00fcbergehenden Besserung der Beschwerden, kann aber praktisch nie die Symptomatik vollkommen und auf Dauer zum Verschwinden bringen; ganz im Gegenteil: meist m\u00fcssen Dosis und Anzahl der einzunehmenden Medikamente im Laufe der Jahre sogar gesteigert werden, um denselben Effekt zu erreichen.<\/span><\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu kann mit hom\u00f6opathischen Arzneien, wenn sie nach den Kriterien verschrieben sind, wie sie im ersten Artikel (&#8222;Was ist Hom\u00f6opathie?&#8220;) erl\u00e4utert wurden, bei den meisten chronischen Krankheiten eine wirkliche Heilung, d.h. eine dauerhafte Symptomfreiheit, erreicht werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass Allergien, Asthma, Migr\u00e4ne oder eine Depression vollkommen zum Verschwinden gebracht werden k\u00f6nnen und Regelbeschwerden, Infektneigung, Verstopfung oder Verhaltensauff\u00e4lligkeiten bei Kindern sich normalisieren. Meist sind bis zur Heilung nur seltene &#8211; oft alle paar Monate &#8211; Einnahmen der richtigen Arznei n\u00f6tig, die als Impuls im K\u00f6rper einen Heilungsprozess in Gang bringen.<\/p>\n<p>Weitgehend unbekannt ist, dass auch die meisten Akutkrankheiten (z.B. Grippe) hom\u00f6opathisch gut behandelbar sind. Dabei ist es jedoch von besonderer Bedeutung, die Grenzen der Hom\u00f6opathie zu kennen, das hei\u00dft zu wissen, wann ein Wechsel auf eine schulmedizinische Therapie (Operation, Antibiotika oder andere Medikamente) n\u00f6tig ist. Aus diesem Grund erscheint es mir wichtig, dass Hom\u00f6opathen in \u00d6sterreich im Gegensatz zu vielen anderen EU-L\u00e4ndern (z.B. Deutschland, England) zugleich auch immer schulmedizinisch ausgebildete \u00c4rzte sind.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend bei chronischen Krankheiten oft Geduld bis zur Heilung n\u00f6tig ist, wirken die Arzneien in Akutsituationen oft sogar wesentlich rascher als schulmedizinische Medikamente.<br \/>\nDass mit der Hom\u00f6opathie sowohl chronische als auch akute Krankheiten erfolgreich behandelt werden k\u00f6nnen, wurde durch zahlreiche Studien belegt.<\/p>\n<p>&#8222;Hom\u00f6opathische Arzneimittel sind harmlos und nebenwirkungsfrei&#8220; &#8211; das ist eine zwar weitverbreitete, aber v\u00f6llig falsche Meinung. Nat\u00fcrlich sind Arzneien, die chronische Krankheiten heilen k\u00f6nnen, auch imstande, Schaden anzurichten, wenn sie nicht gewissen Regeln entsprechend angewandt werden: es gab 1992 sogar einen Todesfall in Wien, der laut Schlussfolgerung des begutachtenden Gerichtsmediziners auf die zu h\u00e4ufige Einnahme einer hom\u00f6opathischen Arznei zur\u00fcckzuf\u00fchren war. Der sorglose Umgang mit hom\u00f6opathischen Arzneimitteln, wie er von vielen Laien, aber leider auch von manchen \u00c4rzten und Apothekern betrieben wird, ist also ausgesprochen bedenklich. Deshalb empfiehlt es sich, diese Arzneien tats\u00e4chlich nur von einer \/ einem daf\u00fcr ausgebildeten Hom\u00f6opathen \/ Hom\u00f6opathin verschreiben zu lassen, denn die Suche nach dem passenden Mittel ist zeitaufwendig und schwierig und setzt eine gute Ausbildung in Hom\u00f6opathie voraus. Nur so ist einerseits die Chance auf dauerhafte Heilung und andererseits Nebenwirkungsfreiheit gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Auch wenn in der Hom\u00f6opathie \u2013 wie oben beschrieben \u2013 Heilkr\u00e4fte stecken, die von vielen untersch\u00e4tzt werden, so m\u00fcssen doch auch die Grenzen der Machbarkeit betont werden: Krankheiten, bei denen ein mechanisches Problem im Vordergrund steht \u2013 z.B. Knochenbruch, Darmverschluss, Blinddarmdurchbruch, angeborene Missbildung etc. \u2013 ben\u00f6tigen auch eine mechanische, also oft operative Therapie; die Hom\u00f6opathie kann in solchen Situationen nur symptomatisch, z.B. zur Schmerzbek\u00e4mpfung, eingesetzt werden. Ist eine Erkrankung einmal so weit fortgeschritten, dass Organe zerst\u00f6rt sind, dann kann mit hom\u00f6opathischen Arzneien ebenfalls nicht mehr oder nur mehr symptomatisch geholfen werden; ein vollst\u00e4ndiges Wiederherstellen der Funktion dieses Organs ist dann mit keiner Therapie mehr m\u00f6glich. Dies gilt z.B. f\u00fcr die jugendliche Zuckerkrankheit, aber auch f\u00fcr fortgeschrittene Stadien von Krebserkrankungen, Leberzirrhose oder Herzschw\u00e4che. Eine wirkliche Heilung durch Hom\u00f6opathie ist also nur m\u00f6glich, solange nur die Funktion des betroffenen Organes beeintr\u00e4chtigt ist und eine gr\u00f6\u00dfere Zellzerst\u00f6rung noch nicht stattgefunden hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gro\u00dfe Dom\u00e4ne der klassischen Hom\u00f6opathie sind die chronischen Krankheiten. Hat ein Patient einmal eine solche Erkrankung, so ist er im allgemeinen dazu verurteilt, regelm\u00e4\u00dfig Medikamente dagegen einzunehmen bzw. Salben anzuwenden. 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